Sonntag , 16. Dezember 2018
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Die Vorteile eines eigenen Servers

Ein Großteil des an Popularität zunehmenden Webhostings findet heute über Clouds statt. Dies bietet Betreibern von Websites und Onlineshops einige Vorteile, wie den flexiblen Zugriff von verschiedenen Orten aus. Die daher erhöhten Sicherheitsrisiken bilden jedoch auch Nachteile der Clouds. Aber ab wann lohnt sich der Umstieg auf einen eigenen Server?

Die Unterschiede zwischen Webhosting, Cloud Hosting und eigenem Server

Beim klassischen Webhosting stellen die Anbieter (Hoster) gegen eine Gebühr Speicherplatz auf ihren physikalischen Servern zur Verfügung. Die Angebotspalette reicht von einer schlichten Website mit zusätzlicher E-Mail-Adresse, bis hin zu umfangreichen Komplettpaketen für Online-Shops mit CMS und Reportagen. Dabei kann es sich um das sogenannte Shared Hosting handeln, bei dem alle Nutzer auf denselben Server und seine Ressourcen zugreifen. Verglichen dazu arbeitet beim Dedicated Hosting jeder Nutzer mit einem eigenen Server. Allerdings sind die Nutzer in beiden Fällen vom Hoster abhängig. Fällt die Serveranlage bei ihm aus, ist auch die eigene Website offline. Bei einem Online-Shop kann ein halbtägiger Ausfall schon zu beachtlichen finanziellen Ausfällen führen.

Noch relativ jung ist hingegen das Cloud Hosting, bei dem die in der Cloud enthaltenen Daten in einem Netzwerk verbundener Computer gespeichert werden. Dadurch wird die Gefahr eines Serverausfalls reduziert. Zugleich bietet das Cloud Hosting eine weit größere Flexibilität und meist auch die Möglichkeit, Software in der Cloud in Form von SaaS (Software as a Service) zu nutzen. Allerdings sind Nutzer auch hier noch immer vom Hoster abhängig und auch beim Datenschutz gibt es häufig bedenken. Wer beispielsweise als Betreiber eines Onlineshops viel mit sensitiven Kundendaten wie Bankverbindungen zu tun hat und einen reibungslosen Betrieb gewährleisten will, sollte daher über einen eigenen Server nachdenken.

Wie wird ein eigener Server eingerichtet?

Einen eigenen Server zu besitzen hat viele Vorteile. Neben der erhöhten Sicherheit, die gewährleistet wird, weil keine anderen Nutzer auf denselben Server zugreifen, arbeitet ein privater Server in der Regel schneller und verkürzt dadurch die Antwortzeiten. Eine Website, die sich schnell und problemlos aufbaut, wird wiederum von Google besser bewertet und in den Suchergebnissen höher eingestuft. Allerdings erfordert der eigene Server neben fundiertem Fachwissen auch die entsprechende Hardware.

Als Server dient ein zusätzlicher Rechner, der mit einem entsprechenden Betriebssystem ausgestattet wird. Er sollte in einem eigenen dezidierten Serverschrank aufbewahrt werden, in dem er vor Staub und Temperaturschwankungen geschützt ist. Der Server wird dann mit den einzelnen Clients im Haushalt verbunden. Dazu zählt zunächst der eigene PC, von dem der Online-Shop oder die Website aus verwaltet wird. Außerdem werden weitere Rechner, wie private Laptops oder Tablets und schließlich Peripheriegeräte, wie Drucker oder Scanner, mit dem Server verbunden. Eine kleinere Alternative zum eigenen Server ist ein sogenannter Netzwerkspeicher (Network Attached Storage), der in das Heimnetzwerk eingebaut wird. Welche dieser Varianten ideal ist, erschließt sich individuell aus der erforderlichen Leistung des Servers.

Bild: ©istock.com/Theerapong28

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