Dienstag , 25. September 2018
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Die Zukunft des ÖPNV

In diesem Artikel widmen wir uns einmal der Zukunft von ÖPNV. So spannend das Ganze auch ist, kaum jemamd berichtet darüber. Es geht immer nur um E-Autos, nie um ÖPNV. Tja, bei uns nicht. Denn wir waren immer schon ein bisschen anders.

Stetig zunehmende Urbanisierung gekoppelt mit einem nicht aufhörenden Bevölkerungswachstum stellen Städteplaner weltweit vor ein Problem: Wie sollen die Massen an Menschen sicher, schnell und ohne große Umweltbelastung von A nach B gebracht werden? Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt mittlerweile in urbanen Gebieten, was ganze 70% der ausgestoßenen Treibhausgase auf eine sehr kleine Fläche konzentriert. Der Hauptschuldige?PKWs! Privatautos stoßen ganze 73% der für uns und die Atmosphäre schädlichen Gase aus, weshalb Zukunftsplaner die Lösung eindeutigem ÖPNV sehen. Dabei geht es nicht nur um Komfortfragen – große Teile der Bevölkerung sind auf ihrem Weg zur Arbeit auf Bus und Bahn angewiesen, Ausfälle und Verspätungen kosten demnach gerade in größeren Maßstäben richtig Geld.

Was sind also die Konzepte für die Zukunft der öffentlichen Verkehrsmittel, die ohne Probleme täglich Millionen von Menschen transportieren sollen?

Digitalisierung

Die konservativeren Ideen wollen die aktuellen Bus- und Bahnsysteme nicht ersetzen, sondern nur mittels Software effizienter gestalten: Mittels Blockchain und digitalen Währungen wäre es zum Beispiel möglich, den Prozess des manuellen Ticketkaufs zu umgehen, und so viel Zeit zu sparen. Künstliche Intelligenzen könnten Fahrpläne überflüssig machen und Passagiere sozusagen ‚on demand‘ auf der bestmöglichen Route transportieren.

Car Sharing

Während sich Car Sharing mancherorts schon stark etabliert hat, steckt die Idee woanders noch in Kinderschuhen: An verschiedenen Terminals oder ganz bequem per App können sich mehrere Leute ein einziges Auto teilen. Wird dieses nicht mehr benötigt, stellt man es einfach ab und der nächste Passagier kann die Fahrt antreten. So braucht nicht jede Familie ein oder mehrere Autos und der ökologische Fußabdruck kann signifikant reduziert werden. Praktisch ist das vor allem für alle diejenigen, die Ziele fernab aktueller Bus- und Bahnrouten erreichen wollen.

Hyperloop

Die sogenannte ‚Hyperloop‘, eine von Tesla-Gründer Elon Musk vorgestellte Lösung, soll in der Lage sein, Passagiere mit der Geschwindigkeit eines Mittelstrecke-Flugzeugs zu bewegen. Der Preis dafür? Nicht mehr als ein normales Busticket. Mittels Unterdruck wird eine Transportkapsel bei 1200 km/h auf Luftkissen durch eine Metallröhre gezogen, während auf der Außenröhre montierte Solarpanels die erforderliche Energie gewinnen. Auf Strecken bis zu 1200 Kilometer soll so eine deutlich umweltfreundlichere und kostenschonendere Reise als mit dem Flugzeug möglich sein. Verschiedene Staaten haben bereits Interesse bekundet; Teststrecken entstehen in Europa und Amerika.

Olli

‚Olli‘ ist ein selbstfahrender, elektrischer Minibus, der weniger als Ersatz als als Ergänzung zu aktuellen Transportdiensten gesehen werden kann. Das von IBMs Watson-Technologie unterstützte Fahrzeug hält sich nicht an einen festen Fahrplan, sondern kann mittels App angefordert werden und füllt so Lücken im aktuellen Verkehrsnetz. Die künstliche Intelligenz dahinter versorgt Passagiere während der Fahrt auf Wunsch mit Restaurant-Empfehlungen oder hält Small Talk.

Mexicable

Bewohner von Mexiko City leiden so stark an Smog und Stau, dass alle, die es sich leisten können, auf Helikopter oder teure Maut-Fahrbahnen setzen. Um auch die weniger reiche Bevölkerung zu entlasten, gibt es nun das ‚Mexicable‘: In bunten Gondeln fahren Kinder und Erwachsene zur Arbeit oder zur Schule. Das hat gleich mehrere Vorteile: Neben verringerten gesundheitlichen Risiken ist auch die Wahrscheinlichkeit, überfallen zu werden, dort deutlich kleiner.

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