Freitag , 24. November 2017
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Smart-Home – Spionage im eigenen Heim leicht gemacht

Smart-Home Geräte wie Fernseher mit Kamera und Mikrofon können von Hackern leicht dazu genutzt werden sie abzuhören oder zu beobachten. Das sollten sie unbedingt beachten. Lange Zeit nutzte Hollywood diese Ideen in Hacker-Filmen und viele glaubten, dass es nicht so einfach möglich wäre. Die Veröffentlichung der geheimen CIA-Dokumente zeigen jetzt, das erschreckende Gegenteil. Smart-Home Geräte sind zwar sehr nützlich aber auch genauso gefährlich. Sicherheitsforscher warnen schon sehr lange vor vernetzten Geräten. Die neusten Enthüllungen von Wikileaks bestätigen dies nun. Die vernetzten Geräte sind einfach zu schlecht geschützt und lassen sich für die Spionage zweckentfremden. 

Smart-TV als Spion

Sie sind aber nicht nur ein Einfallstor für die CIA, denn was die können, schaffen andere kriminelle Hacker genauso leicht. So lassen sich beispielsweise TV-Geräte mit integriertem Mikrofon und Kamera leicht als Spione einrichten. Nutzen sie weder die Kamera noch das Mikrofon, dann achten sie beim Kauf eines neuen Geräts darauf. Viele Geräte haben Mikrofon und Kamera fast unsichtbar verbaut. Fragen sie den Verkäufer oder recherchieren sie vorab im Internet bevor sie sich vielleicht unabsichtlich einen Spion nach Hause holen.

Führen Sie beispielsweise vertrauliche Gespräche in einem Konferenzraum in der Firma, könnten dritte diese Gespräche in Bild und Ton mithören. Natürlich nur wenn sich dort im Raum ein, ans Internet angeschlossenes, Smart-Home Gerät befindet. Nicht nur Firmenspionage ist so möglich. Auch im eigenen Heim können sie leicht Opfer von Lauschangriffen werden. Wer möchte schon gerne beim Liebesakt im Wohnzimmer von Hackern beobachtet werden?! Im schlimmsten Falle landet dann das Bildmaterial im Internet. Wohnungen können so leicht ausspioniert werden und gleichzeitig liefern sie noch Informationen ob sie zuhause sind oder nicht.

Gespräche über ihren nächsten Urlaub liefern Einbrechern genaue Daten, wann sie verreisen werden. Da sie diese Gespräche unbedacht in ihrem eigenen Heim führen, können diese Informationen auch in die falschen Hände geraten. Sie schreien ja auch nicht lauthals auf der Strasse herum, wann sie nicht zu Hause sind. Viel Menschen gehen einfach zu unbedacht mit ihren Informationen um. Das sieht man auch jeden Tag in Sozialen Netzwerken. Unbedacht werden hier wichtige Informationen für Kriminelle preisgegeben.

Erste Hilfe gegen Spionage.

  • Wenn es möglich ist, deaktivieren Sie Kamera und Mikrofon.
  • Überkleben Sie die Kamera mit einem undurchsichtigen Klebestreifen. 
  • Sprechen Sie nicht über private Sachen in Gegenwart eines Smart-Home vernetztem Gerät. 
  • Auch ihr Handy kann leicht zum Spion gemacht werden.
  • Spielen Sie aktuelle Updates ein, wenn es diese gibt.
  • Nutzen Sie die Netzwerkverbindung nur dann, wenn sie das Gerät verwenden.

Updates für Smart-Home Geräte

Komfort bedeutet leider immer ein Stück Verlust der Privatsphäre. Als Nutzer der Smart-Home Geräte sollten sie das immer im Hinterkopf behalten. Lassen sie nur die Geräte ins Netz, die sie unbedingt brauchen. Machen sie sich die Mühe und schauen sie nach ob es Updates für ihre Smart-Home Geräte gibt. Gute Hersteller beseitigen Sicherheitslücken in ihrer Software. Wenn sie diese aber nicht aufspielen, nützt es nicht viel. Ganz besonders wichtig ist eine aktuelle Software auf ihrem Router, denn dies ist die erste Anlaufstelle für einen Hack.

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Quelle: Wikileaks

Smart-Home – Spionage im eigenen Heim leicht gemacht
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