Freitag , 18. Juni 2021
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Was tun, wenn Internet-Anbieter nicht genug Bandbreite liefern können

Ist man auf der Suche nach einem Internetanbieter, so wird man a) zuerst auf das Angebot schauen und b) sich mit dem Preis auseinandersetzen. Stellt man fest, dass es eine faire Kombination aus Internetgeschwindigkeit, inkludierter Datenmenge und Preis gibt, so wird man sodann einen Vertrag abschließen wollen.

Wer dann im Internet surft und das Gefühl nicht los wird, dass man nicht mit der beworbenen Geschwindigkeit unterwegs ist, kann im Internet einen Speed-Check machen. Stellt man dann fest, dass das Internet langsamer ist, als es beworben wurde, wird man zu dem Ergebnis kommen (müssen), dass Anspruch wie Wirklichkeit oft weit auseinanderliegen. Aber folgt man den Analysen der Bundesnetzagentur, so wird der Trend deutlich besser – das heißt, die beworbenen Geschwindigkeiten werden tatsächlich auch erreicht. Vor ein paar Jahren war das noch keine Selbstverständlichkeit.

Der Jahresbericht der Bundesnetzagentur zeigt, dass sich die Situation verbessert hat

Verbraucher müssen sich oft mit einem Internetanschluss zufrieden geben, dessen Bandbreite deutlich geringer als im Vertrag geregelt ist. Jedoch kann man bei Festnetzanschlüssen doch eine deutliche Verbesserung feststellen – das teilte zumindest die Bundesnetzagentur mit. So wurde im Jahresbericht 2019/2020 der Bundesnetzagentur festgehalten, die Breitbandmessung entspreche immer mehr den angegebenen Werten. Die Messungen wurden zwischen dem 1. Oktober 2019 und 30. September 2020 durchgeführt. Dabei hat die Behörde 949.414 Breitband-Anschlüsse und 448.058 mobile Breitband-Anschlüsse berücksichtigt. 829.426 stationäre Breitband-Anschlüsse und 527.558 mobile Anschlüsse waren es im Jahr zuvor.

73,6 Prozent aller im Festnetz angeschlossenen Nutzer, ganz egal, welcher Anbieter gewählt bzw. welche Bandbreiteklasse genutzt wurde, haben die im Vertrag vereinbarte maximale Datenübertragungsrate bekommen. Im Jahr zuvor lag der Wert noch bei 70,8 Prozent. Überschritten wurde der Wert nur bei 24 Prozent – im Jahr zuvor gab es Überschreitungen bei gerade einmal 16,4 Prozent.

Wie bringt man in Erfahrung, dass die vertraglich vereinbarte Geschwindigkeit auch zur Verfügung gestellt wird?

Wenn sich im Vertrag der Passus einer Drosselung befindet, wenn die zur Verfügung stehende Datenmenge erreicht wurde, so kann man das mit einem VPN umgehen. Stellt man also fest, dass die Geschwindigkeit wurde von Seiten des Anbieters reduziert, so kann man nach einem VPN-Anbieter Ausschau halten, damit man die Drosselung mit einem VPN umgehen kann.

Aber wie ermittelt man die maximale Bandbreite? Den PC per LAN-Kabel direkt mit dem Router verbinden. Sodann kann die Messung direkt im Browser vorgenommen werden. Es gibt auch kostenlose Messprogramme, die man aus dem Internet runterladen und am PC installieren kann. Um die Geschwindigkeit des Mobilfunk-Internet zu messen, werden von Seiten der Bundesnetzagentur Apps für Android wie iOS zur Verfügung gestellt.

Info: Ganz egal, ob es sich um ein mobiles oder stationäres Internet handelt – damit man ein belastbares Testergebnis erzielen kann, ist es ratsam, mehrmals pro Tag, und das zu unterschiedlichen Zeiten, zu messen. Mitunter sollte der gesamte Test mehrere Tage dauern, um so ein entsprechendes Durchschnittsergebnis zu bekommen. Erst dann, wenn der Internetanschluss über einen längeren Zeitraum nicht auf die Bandbreite kommt, die im Vertrag festgehalten wurde bzw. mit der im Produktinformationsblatt geworben wird, ist es ratsam, den Provider zu kontaktieren. Der Kunde kann dann den Anbieter mit den belastbaren Daten konfrontieren und eine Nachbesserung verlangen. Hält der Anbieter nicht die vertraglichen Vereinbarungen ein, entsteht ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Mobilfunk-Niveau bleibt noch das Sorgenkind

Befasst man sich mit dem Mobilfunk-Niveau, so wird man bemerken, dass man deutlich unter dem Festnetz liegt. Denn ganz egal, welche Bandbreiteklasse es ist und von welchem Anbieter das Internet zur Verfügung gestellt wird – im Bereich Download konnten gerade einmal 17,4 Prozent der Nutzer die vereinbarte Rate erzielen; im Jahr zuvor lag der Wert überhaupt nur bei 14,9 Prozent. Ein Überschreiten der gebuchten Geschwindigkeit wurde von 2,1 Prozent erzielt – im Jahr zuvor lag der Wert bei 1,5 Prozent.

Worauf bei der Wahl des Anbieters zu achten ist

Ist man auf der Suche nach einem Internetanbieter, so ist es wichtig, dass man auch einen Blick auf die im Netz zu findenden Erfahrungsberichte wirft. Denn handelt die Mehrheit der Kundenmeinungen davon, dass man nicht die vertraglich vereinbarte Geschwindigkeit erreicht, so wird man wohl davon ausgehen können, dass man dasselbe Problem haben wird.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass im Zuge des Anbietervergleichs auch immer wieder auf Erfahrungsberichte geachtet wird, die sich problemlos im Netz finden lassen.

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