Samstag , 21. Juli 2018
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Wie künstliche Intelligenz die Gaming-Industrie verändert

Künstliche Intelligenz – das klingt neu, aufregend, nach Zukunft und vielleicht ein bisschen unheimlich. Doch was genau ist künstliche Intelligenz überhaupt? Seit jeher erfinden Menschen Werkzeuge und Maschinen, um bestimmte Prozesse zu vereinfachen oder neue Arbeitsschritte zu ermöglichen. Lange Zeit wurden so alle möglichen Lebensbereiche immer komfortabler, Maschinen wurden immer spezialisierter, präziser und der Mensch steigerte seine Effizienz stetig. 

Dabei blieb eine Sache doch immer klar: Ein Gerät hat genau eine, vielleicht zwei Aufgaben, die ihm vom Menschen gegeben wurden; diese erfüllt es zielstrebig, bis wir ein Stoppsignal geben oder den Powerknopf drücken. Diese eindimensionale Funktionsweise mit genau vorgegebenen Handlungsmustern ist es, die den Mensch bisher von der Maschine unterscheidet.

Intelligenz? Fehlanzeige

Künstliche Intelligenzen ändern unser Bild davon, wozu vermeintlich einfache Geräte in der Lage sind, nun radikal. Sie sollen menschliche Entscheidungsstrukturen nachbilden und eigenständig Probleme bearbeiten. Man unterscheidet hier zwischen ‚starker‘ KI, die menschliches Denken komplett mechanisiert, und ‚schwacher‘ KI, welche isolierte Probleme menschlichen Denkens meistern soll. Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Fähigkeit, neue Dinge zu lernen, vorhanden ist.

Anwendungsbereiche künstlicher Intelligenz

Die Möglichkeiten, die der Einsatz von künstlicher Intelligenz auftut, sind immens. Schon heute können KIs Menschen im Jeopardy schlagen, blitzschnell Informationen aus Bildern ziehen, Verkehrsschilder erkennen oder Gewebeproben analysieren. Künstliche Intelligenzen unterstützen so Ärzte bei der Diagnose, geben Finanzberatern Ratschläge für Geldanlagen oder beschreiben Managern die einfachsten Wege, Industrieprozesse zu optimieren. Die Waschmaschine wählt selbstständig das richtige Programm, das Auto steuert autonom auf eine schnellere Route, der Kühlschrank erinnert den Nutzer per App daran, wieder Salat zu kaufen.

Künstliche Intelligenz in der Gaming-Industrie

Der Einsatz von KIs in Computerspielen liegt nahe – hier arbeitet man unaufhörlich daran, Bewegungen und Umgebungen so realistisch wie möglich darzustellen. Bisher hatte man dazu im Vorhinein hunderte verschiedener Bewegungen aufgenommen, die dann im Spiel zusammengesetzt wurden. Das funktioniert schon recht gut, ist allerdings bei weitem noch nicht so fließend und natürlich wie beim Menschen. Eine künstliche Intelligenz könnte in dieser Situation nun einige Tausend Stunden Videomaterial von laufenden Menschen analysieren und sich im Spiel dann selbstständig natürlich wirkende Bewegungsabläufe ausdenken. Auf die gleiche Weise könnte man einer KI die Fähigkeit geben, realistischere Emotionen, Mimik und Gestik autonom auszudrücken.

Dabei muss man nicht auf der Grafikebene bleiben: Schaut man auf traditionellere Spiele wie etwa Poker, kann man auch dort den Vormarsch von künstlichen Intelligenzen beobachten, die schon jetzt in der Lage sind, menschliche Spieler zu schlagen. 

Auch wenn deren Einsatz wegen der Kosten noch weit von der Markreife entfernt ist, warnen Spieler wie Liv Boeree bereits über die Risiken von künstlicher Intelligenz. Diese könne zwar potenziell aktuelle Probleme der Menschheit wie Umweltverschmutzung oder Nahrungsknappheit lösen, gleichzeitig müsse man allerdings Mechanismen etablieren, um KIs kontrollieren zu können. Deren Intelligenzquotient werde in Zukunft weit über dem unseren liegen, weshalb es umso wichtiger sei, dass ihre Ziele mit denen der Menschen übereinstimmen.

Ein weitere Sicherheitsfrage stellt sich, wenn man sich vorstellt, was passiert, wenn eine starke KI in die falschen Hände gerät – diese könnte darauf trainiert werden, Konkurrenz oder Opposition ihres Besitzers auszuschalten. Forscher fordern daher ein internationales, dezentralisiertes System zur Verwaltung von Big Data und Artificial Intelligence, in dem nicht eine einzelne Entität alleine deren geballte Kraft verwaltet.

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